Rückblick auf das erste histify.symposion

Ein Tag voller Austausch, Innovation und Community

Am 11. November fand in St. Gallen das erste histify.symposion statt: ein Auftakt, der zeigte, wie viel Dynamik in der Community rund um die Digitalisierung in Kultur- und Gedächtnisinstitutionen steckt. Ziel des Symposions war es, Fachleute aus Archiven, Museen, der Denkmalpflege und Archäologie zusammenzubringen, um über Technologien, Konzepte und Herausforderungen sowie die aktuellen Weiterentwicklungen bei histify zu diskutieren. 

Neue oikos-Generation, Community, KI und Kulturdaten

Nach einem entspannten Start mit Kaffee und Gipfeli und einer Begrüssung durch histify-Gründer Jared Hevi und Jonas Baumann startete das Event mit einem spannenden Einblick in die neue Generation von histify oikos. Lead Engineer Kevin Bieri zeigte, wie histify oikos konsequent auf vernetzte Daten, intuitive Bedienung mit modernen Workflows und erweiterte Importmöglichkeiten ausgerichtet ist.

Anschliessend widmete sich Martin Lüthi (Staatsarchiv St. Gallen) der agora Community und der Bedeutung von Austausch und Zusammenarbeit: Ressourcen teilen, Ideen diskutieren und Lösungen entwickeln. Gemeinsam lassen sich die histify-Lösungen noch praxisnäher und zukunftsfähiger zu gestalten.

Die folgenden Sessions zu KI-gestützter Datenextraktion mit Yggdrasil von GBL Gubler AG sowie die Analyse visueller Daten mit Archipanion, zeigten anhand konkreter Projekte, welchen grossen Mehrwert künstliche Intelligenz für die Arbeit von Archiven und Museen stiften kann und machten zugleich ihre Grenzen deutlich.

Nach einer Mittagspause mit reichlich Gelegenheit für Austausch und Netzwerken ging es weiter mit einem strategischen Blick in die Zukunft auf die Roadmap von histify – von der Darstellung geographischer Daten in oikos bis hin zur Integration von Transkribus in agora und der Entwicklung in Richtung OAIS-konformer Langzeitarchivierung.

Breakout-Sessions: Praxisnah und interaktiv

Am Nachmittag ging es in die Tiefe: In fünf parallelen Breakout-Sessions diskutierten die Teilnehmer praxisnahe Themen. Die fünf Workshops deckten ein breites Spektrum ab: von moderner Datenerfassung in Museen und archäologischen Sammlungen über neue Konzepte für digitale Langzeitarchivierung, Datenaufbereitung und vernetzte Archivdaten, bis hin zu KI-basierter Bildersuche und neuen Ansätzen für den digitalen Bestellschalter.

Die Diskussionen waren konstruktiv und zeigten, wie gross das Potenzial für Automatisierung und vernetzte Systeme ist. Herausforderungen wie Datenqualität, Schnittstellen, Erschliessungstiefe, Vor- und Nachteile unterschiedlicher Normdatenbanken, die Umsetzung von OAIS-konformen Prozesse und Spannungsfelder zwischen etablierten Branchenstandards und institutionellen Anforderungen wurden offen angesprochen und erste Lösungsansätze gemeinsam erarbeitet.

Abschluss und Ausblick

Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen fassten die Moderator:innen der jeweiligen Sessions die Ergebnisse zum Abschluss im Plenum zusammen. Die Kombination aus modernen modularen Systemen und der Expertise der Community öffnet neue Wege – nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch. Den Abschluss bildete eine offene Diskussion, bevor der Tag beim Apéro ausklang.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden!

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